Zähne und alles, was mit den Zähnen zusammenhängt, ist in den meisten Fällen für Menschen, die unter einer Umwelterkrankung leiden, mit vielen Problemen verbunden. Oft können Betroffene keine Lösung für ihre speziellen Bedürfnisse finden.

Ein Thema, das umfangreich und schwierig ist, wodurch es häufig nicht nur schmerzhaft und teuer, sondern meistens auch kraftraubend und voller Enttäuschungen sein kann. Nicht nur das Entfernen von unverträglichen oder gar krankmachendem Material, wie zum Beispiel Amalgam, stellt ein Problem dar. Genauso schwierig ist es einen verträglichen Füllstoff oder ein Material, das als Zahnersatz, Kronen, Brücken u.s.w. dienen kann, zu finden.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass fast jeder, der unter einer Umwelterkrankung leidet, auf unterschiedliche Materialien reagiert. Einer verträgt ein Produkt, ein anderer Erkrankter reagiert mit den schlimmsten Symptomen darauf. Was wiederum bedeutet, dass man kaum eine Empfehlung aussprechen kann. Man kann nur darüber berichten, welche Materialien man selber verträgt, um anderen Erkrankten diese Möglichkeiten zu vermitteln, die sie dann ausprobieren können. Was aber nicht bedeutet, dass sie dieses Material dann auch wirklich vertragen. Versuch und Irrtum ist wie bei uns so oft auch dabei einzuplanen.

In vielen Fällen ist es nicht das Zahnmaterial, das Symptome auslöst, sondern die Ausführung, oder die Gerätschaften mit denen der behandelnde Zahnarzt arbeitet. Was bedeutet, dass als erstes ein Zahnarzt gefunden werden muss, der sich mit unseren Problemen auskennt. Schon beim Entfernen von Amalgam ist darauf zu achten, dass der Kofferdamm frei von Latex ist, weil fast alle Umweltpatienten unter einer Latex-Unverträglichkeit leiden. Gleiches gilt für die Handschuhe. In vielen Fällen werden schon Symptome nach einer Zahnbehandlung ausgelöst, weil der Zahnersatz eines Umweltpatienten zusammen mit einem anderen Material gebrannt wurde, das für diesen erkrankten Menschen unverträglich ist. Der Hauch, der dabei auf den Zahnersatz des Erkrankten übertragen wird, reicht aus, um Symptome auszulösen.

Ein Zahnarzt, der unsere Überempfindlichkeiten nicht ernst nimmt, wird dafür kein Verständnis haben. Und wenn er kein eigenes Labor hat, wird die Möglichkeit, einen einzelnen Zahnersatz zu brennen, nicht immer gegeben sein, weil ein Fremdlabor sich evt. nicht darauf einlässt. In einigen Fällen werden auch kleine Reste von einem anderen Material mit verarbeitet, auch das kann Probleme machen. Selbst Gefäße, in oder auf denen anderes Material gebrannt oder gemischt wurde, können für unangenehme Reaktionen verantwortlich sein. So wie es unterschiedliche Menschen gibt, mit ihren unterschiedlichsten Unverträglichkeiten, gibt es die unterschiedlichsten Dinge, die zu beachten sind, die jeder Betroffene nur für sich alleine mit seinem Zahnarzt, der hoffentlich Verständnis hat, besprechen muss.

Ein großes Problem für alle entsteht dadurch, dass die gesamten Bestandteile eines Materials oft nicht einmal dem Zahnarzt bekannt sind, denn der Hersteller muss nur die Anteile bekannt geben, die mehr als 5% der Masse betragen. Bei Kunststoff sind es häufig bis zu 60 Einzelbestandteile, die dann in einem Material sind. Da nutzt das vorherige Austesten der bekannten Anteile dann auch nichts, wenn versteckte Anteile für die Krankheitssymptome verantwortlich sind.

Es ist mir bekannt, dass mit Keramik, zum Beispiel Empress 2, gute Erfahrungen gesammelt wurden. Andere Betroffene berichten positives über Zirkonoxid – DC Zirkon. Als Zahnzement wird positives über Steinzement – Trans Lit von der Firma Merz - berichtet. Aber auch Ketac-cem und Ketac-fil soll verträglich sein (beide sind ohne Metall). Eine Alternative kann auch Fuji-Zement sein. Und so gibt es viele unterschiedliche Erfahrungen, die zusammengetragen werden. Es gibt Zahnmaterial das keiner von uns verträgt und nicht nur von uns gemieden werden sollte, aber es gibt auch Produkte die für Menschen mit Umwelterkrankungen verträglich sein können. Eine wichtige Adresse bei Fragen zu diesem Thema ist:

Dr. Heiner Stehn
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24768 Rendsburg
Telefon 04331-22450
www.Dr-Stehn.de